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Late filing penalties - Bussgelder

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Da auch in England längst nicht jeder Limited-Betreiber über ein vorbildliches Pflichtbewusstsein verfügt, reagiert man seitens des Handelsregisters auf Nachlässigkeiten bezüglich der Veröffentlichungspflichten mit Bussgeldern.

Die Bussgelder sind zwar vergleichsweise moderat, werden aber in jedem Fall und pünktlich verhängt.

 Accounts verspätet  Penalty – Private Company
bis 1 Monat £ 150
zwischen 1 und 3 Monate £ 375
zwischen 3 und 6 Monate £ 750
mehr als 6 Monate £ 1500


Das Companies House sieht nur in Ausnahmefällen von der penalty ab, welche dann allerdings vergleichsweise drastisch sein müssen. So werden vom Companies House selbst als akzeptierte Ausnahmen genannt, „wenn das Büro niederbrannt ist, so dass alle Aufzeichnungen zerstört wurden“, oder wenn der einzige Director kurz vor dem Auslaufen der Frist „von einer persönlichen Tragödie heimgesucht“ wurde.

Was genau als persönliche Tragödie gilt oder auch nicht, darüber schweigt sich das Companies House allerdings aus. Eine Ausnahme liegt ausdrücklich nicht vor, wenn die accounts auf dem Postwege verschwinden oder durch die Zustellung verspätet beim Companies House ankommen. Präventiv werden auch die üblichen Ausreden negiert: Es interessiert das Companies House nicht, wenn sich die Betreiber einer Limited nicht mit den gesetzlichen Begebenheiten auskennen, man also beispielsweise gar nicht wusste, dass oder wann genau accounts einzureichen waren oder wenn der Steuerberater oder Buchhalter krank oder der Director im Ausland oder im Urlaub war.

Auch Form- oder sonstige Fehler, die dazu führen, dass die accounts zurückgewiesen werden, können zu einer Verspätung führen. Die accounts müssen also nicht nur pünktlich eingereicht werden, sondern in akkurater Form.

Annual Return

Auch bezüglich des Gesellschaftberichts hat sich der Gesetzgeber Saktionen einfallen lassen, die allerdings wesentlich weitreichender sein können, als einige hundert Pfund Geldstrafe. Verspätete Abgaben ziehen zunächst nach sich, dass einige Tage nach dem Stichtag für die Abgabe öffentlich im elektronischen Handelsregister neben dem Datum für die Einreichung ein OVERDUE (überfällig) prangt, was auf Geschäftspartner oder Kunden nicht zwingend den besten Eindruck macht.

In mehreren Mahnstufen wird dann per Post an die Abgabe des Returns erinnert bzw. massiv darauf gedrängt. Danach ändert sich der Status der Firma. Sie erhält – ebenfalls öffentlich im Register sichtbar den Status „proposal to strike off“ – zur Löschung vorgeschlagen. In der London Gazette, einer Art Amtsblatt oder Anzeiger für offizielle Veröffentlichungen des Handelsregisters (vergleichbar mit dem deutschen Bundesanzeiger), wird dieser Umstand ebenfalls angekündigt. Weitere Wochen danach wird die Firma dann aus dem Handelsregister gelöscht, weil davon ausgegangen wird, dass die Firma nicht mehr tätig ist (defunct).